Nein zum Krieg! – Nein zur NATO! (Aufruf von Attac)

April 2, 2009

Sie reden von „Sicherheit“ und „Humanität“, doch ihre Politik hat Krieg, Folter und globale Militarisierung zur Folge. Anfang April 2009 will die NATO in Strasbourg und Baden-Baden ihren 60. Geburtstag feiern. Sie beabsichtigt, ein neues strategisches Konzept zu verabschieden, das wie das bisherige der Aufrechterhaltung der ungerechten Weltwirtschaftsordnung dient und den ungehinderten Zugang zu den Rohstoff- und Energievorräten der Welt mit militärischer Gewalt zu sichern versucht. In Zeiten sich verknappender Rohstoffe, einer erstarkenden Weltmarktkonkurrenz durch China, Indien und Russland sowie des steigenden Selbstbewusstsein in Regionen wie z.B. Lateinamerika wächst die Bedeutung dieser Strategie. Die NATO schließt dabei weder Präventivkriege noch den Ersteinsatz von Atomwaffen aus. In der Bundesrepublik lagern US-Atomwaffen im rheinland-pfälzischen Büchel.

Die NATO-Staaten verantworten rund 75% der weltweiten Rüstungsexporte und geben jährlich ca. 900 Mrd. Euro für Rüstung aus. Lediglich 10 Prozent davon würden ausreichen, um die Armut auf der Welt zu halbieren. Das würde in der Tat mehr “Sicherheit“ und „Humanität“ bedeuten. Bewusst werden diese immensen Rüstungsausgaben in immer neue Waffensysteme und Rüstung gesteckt, um die Vorherrschaft in der Welt zu sichern.

Der völkerrechtswidrige NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien, die nun erfolgte staatliche Anerkennung des Kosovo und die NATO-Ost-Erweiterung führten und führen zu globalen Spannungen und zur Destabilisierung in Europa. Russland, das sich von der sich immer näher an seine Grenzen vorschiebenden Allianz zunehmend bedroht fühlt, folgt mit seiner Politik in Georgien der fatalen NATO-Logik. Diese Konfrontationslogik droht erneut in einen Kalten Krieg zwischen Russland sowie China und dem Westen zu führen. Die Militarisierung der Europäischen Union ist keine Alternative zur NATO, sondern ebenfalls ein gefährlicher Irrweg.

NATO-Staaten, allen voran die USA, führen weiterhin Krieg im Irak. Deutschland ist mit der US-Airbase in Ramstein die logistische Drehscheibe des Einsatzes. Die weltweiten Kriege, die Folgen des Klimawandels und eine zunehmende Verarmung führen zu immer größeren Flüchtlingsströmen. Die Antwort der NATO-Staaten und der EU ist eine Abschottungspolitik, die den Tod vieler Flüchtlinge, darunter auch Deserteure, in Kauf nimmt. Im Inneren wird diese Politik flankiert durch die Verabschiedung diskriminierender AusländerInnengesetze und Abschiebungen. Flucht und Emigration sind Folgen von Krieg, Besatzung, Elend, Hunger, Folter, Umweltzerstörung. Diese Ursachen müssen bekämpft werden, nicht deren Opfer.

In Afghanistan geht die Allianz immer aggressiver und rücksichtsloser vor. Hier zeigt sich auch immer deutlicher, was Besatzungstruppen bewirken: Sie brutalisieren die Gesellschaft, schaffen mehr Elend und mehr Bombentote. Es ist davon auszugehen, dass auch unter dem neuen US-Präsidenten der Druck auf Deutschland erhöht wird, noch mehr Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Im Namen der Sicherheit und des „Krieges gegen den Terror“ werden immer mehr Soldaten zu Opfern, viele kehren traumatisiert zurück.

Der „Krieg gegen den Terror“ wird aber nicht nur in Afghanistan geführt, sondern auch zu Hause. Kriege in aller Welt gehen mit einem ständigen Demokratieabbau im Inneren und einer fortschreitenden Aushöhlung des Grundgesetzes einher. Mit sogenannten „Sicherheitsgesetzen“ werden Grundrechte ausgehebelt und Vorratsdatenspeicherung, Ausspionieren privater PCs und eine allgegenwärtige Überwachung „legalisiert“.

Grundgesetzwidrige Einsätze der Bundeswehr im Inneren wie beim G8-Gipfel in Heiligendamm sollen zur Normalität werden. Gleichzeitig wird die zivil-militärische Zusammenarbeit im Inland verstärkt. Die Bundeswehr versucht sich allen zivilen Bereichen der Gesellschaft, Institutionen, Organisationen und Vereine aufzudrängen und militärisches Denken zu verankern. Öffentliche Gelöbnisse, Militärkonzerte, Rekrutierungsversuche in den Arbeitsämtern, Schulbesuche und Zusammenarbeit mit Vereinen und Kommunen sollen das Kriegshandwerk wieder als Normalität erscheinen lassen.

Wir können und dürfen die Augen vor den verheerenden Folgen dieser Politik nicht verschließen. Sie steht für die Enttabuisierung des Militärischen in unserer Gesellschaft. Sie steht für Krieg, Verschleuderung von Ressourcen, Sozialabbau und steigende Rüstungsetats. Sie steht für eine aggressive Ideologie der Feindbilder und eine Einschränkung von Freiheitsrechten.

Weltweit lehnt die Mehrheit der Menschen Kriege ab. Das Ende der NATO, ein Abzug der NATO-Truppen aus Afghanistan und anderen Regionen und eine Abkehr von der Militarisierung Europas wären Schritte zu einer friedlichen Welt.

Die NATO will genau das Gegenteil.

Daher rufen wir zu gemeinsamen, bunten und vielfältigen Aktivitäten gegen den NATO-Gipfel in Strasbourg und Baden-Baden auf. Mit Demonstrationen, Konferenzen, Camps, Protesten und Aktionen des zivilen Ungehorsams – wie Umzingelungen, Blockaden usw. – wollen wir ein Zeichen gegen die menschenfeindliche Politik der NATO setzen.

Eine Welt ohne NATO ist nötig!

http://www.attac.de/aktuell/nato/startseite/aufruf-nein-zur-nato/

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Wer trägt das Risiko eines Atomunfalls?

Januar 27, 2009

Selbst wenn man mal nur die finanzielle Seite des Betreibens von Kernkraftwerken betracht, sträuben sich einem schon die Haare. So billig wie uns vorgegaukelt wird, ist der Strom aus Kernenergie nicht zu haben.

Steuerzahler werden nicht nur bzgl. Atommüllager zur Kasse gebeten.
siehe:
http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/politik/politiknachrichten/artikel/steuerzahler_muessen_fuer_maro/349459/steuerzahler_muessen_fuer_maro.html
http://www.atommuell-lager.de/Presse/090126-pressemitteilung.htm)

Wer haftet bei einem Unfall?
Wenn man das Risiko voll versichern wollte, würde der Strom aus Kernkraftwerken sehr teuer werden ;-)

Unterschriftenaktion: “Sofort volle Haftpflichtversicherung für die deutschen Atomkraftwerke!”
http://www.atomhaftpflicht.de/formular.php3
Die Kampagne wird getragen von der Ärzteorganisation IPPNW, der Neuen Richtervereinigung NRV, dem Bund Naturschutz in Bayern und dem BUND.

Wer trägt das Risiko
eines Atomunfalls? – Sie!

Fragen, Antworten, Argumente

1. Ist in einem deutschen Atomkraftwerk ein schwerer Unfall möglich, der in der Auswirkung z. B. der Tschernobyl-Katastrophe gleichkommt?

Der entgleiste ICE in Eschede oder die explodierte Weltraumfähre Challenger sind deutliche Beispiele: Menschliches Fehlverhalten und technisches Versagen führen immer wieder zu Katastrophen. Den Rest des Beitrags lesen »


Mr. Dax fragt sich, ob die Finanzkriese geplant war

Januar 27, 2009

Dirk Müller äußert sich zu zu möglichen Zukunftsszenarien. Er stellt u.a. die Frage wie lange es den US Dollar noch gibt.
Zu dem fehlenden Stützen der US Immobilienmärkte äußert er sich folgendermaßen:
„Da stellt sich für mich die Frage: Hat man überhaupt ein Interesse daran, seitens der USA, diese Kriese zu beenden? Oder ist das was wir im Moment hier erleben ein organisierter, ein kontrollierter Draw Down, ein Herunterfahren des Systems, für ein Reset für einen Neustart des Systems, nach neuen Bedingungen, wie auch immer die dann aussehen werden?“

Teil 1

http://de.youtube.com/watch?v=TNbblxGY-Js

Teil 2

http://de.youtube.com/watch?v=J3_BPDbvt_4


Interview mit Prof. Dr. Margrit Kennedy zum Geldsystem

Januar 16, 2009

http://de.youtube.com/watch?v=2iOgetX9y1s

Margrit Kennedy (1996): Geld ohne Zinsen und Ination
http://www.margritkennedy.de/pdf/BUE_DEU_GeldOhneZins.pdf

Missverständnisse:
1. Das Geld – und damit die Wirtschaft – können dauerhaft quantitativ wachsen.
2. Wir zahlen Zinsen nur, wenn wir uns Geld bei der Bank oder von anderen leihen.
3. Der Zins ist eine gerechte Gebühr oder Prämie für die Überlassung von Liquidität, die jede/r auf Spareinlagen bekommt und die von allen in jedem Preis bezahlt werden müssen.

http://www.margritkennedy.de/pdf/ART_FNW_01_2008_GeldRegiertDieWelt.pdf

Weitere Infos und Links auf Margrit Kennedys Webseite:
http://www.margritkennedy.de/


The Credit Crunch Song

Oktober 28, 2008



Wer überlebt wie die Bankenkriese?

Oktober 26, 2008

Neben so manchen Kriesengewinnlern, gibt es auch welche, die die Bankenkriese nicht trifft und denen es zu gönnen ist.

Manche Banken haben keine Probleme mit der Bankenkriese – zwei Beispiele:

1. GLS Bank (Gemeinschaftsbank Leihen und Schenken)
Am 10. Okt. berichtete der Deutschlandfunk:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/firmen/858608/
als Podcast:
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/10/10/dlf_20081010_1346_6fd9d305.mp3

2. Raiffeisenbank von Gammesfeld
Fritz Vogt, der antikapitalistische Ex-Bankier dieser Bank (siehe auch http://thegrandchessboard.wordpress.com/2008/02/09/ein-antikapitalistischer-bankdirektor/ ) kam am 07.10.08 bei „Menschen bei Maischberger – Droht uns jetzt allen die große Pleite?“ (ab ca. Min. 37) zu Wort.

[Beide Banken nehmen Zinsen, sind in dieser Hinsicht also "normal".
Zum Thema Geld & Zinsen siehe auch:
10 Punkte Plan zur effizienten Ausbeutung eines Planeten
Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent]


Geraint Anderson mit seinem vorherigen Ausstieg aus der Finanzspielhalle, aus der er einiges an Cash mitnahm und anderes kreativ umsetzt:

mehr auf: http://www.cityboy.biz/

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„Mr. DAX“ Dirk Müller: Finanzsystem kollabiert mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit

Oktober 13, 2008