Die Nato und ihre Geheimarmeen – Vortrag von Dr. Daniele Ganser

November 11, 2009

14. September 2009 an der Universität Basel
http://edvan.fadeout.ch/ref/?customerId=30&channelId=43

Daniele Ganser hat seine Doktorarbeit über die Nato Geheimarmeen geschrieben.
http://danieleganser.ch

oder bei youtube:

Der Schweizer Friedensforscher und Historiker Daniele Ganser wurde einer breiteren kritischen Öffentlichkeit mit seiner Forschung zur NATO und ihren Geheimarmeen bekannt. Mitte September 2009 hielt Ganser einen Vortrag an der Uni Basel. Am 1. März 2008 hat der Orell Füssli Verlag das Buch „NATO Geheimarmeen in Europa“ auf Deutsch publiziert. Das Buch liegt damit in 9 Sprachen vor. Daniele Ganser zeigt mit dieser Forschung, wie manipulierter Terror und verdeckte Kriegsführung im Kalten Krieg eingesetzt wurden, um politische Gegner zu diskreditieren und ein Klima der Angst zu schaffen.
http://www.danieleganser.ch/

http://www.youtube.com/user/MrJohnnada#p/c/F2495AB0F9E115DC/0/sd9o6kohI7I


Daniele Ganser: Die NATO und ihre Geheimarmeen 1/12


Kriegsversprechen – Film über Kriegsverbrechen

Juli 17, 2009

Spätestens seit dem 11. September 2001 weiß die halbe Welt, dass die NATO unter Führung der USA einen Völkerrechtsbruch nach dem anderen begehen. Am verheerendsten ist unter anderem der Einsatz von Uranmunition seit dem ersten Golfkrieg 1991. Damit bewirken die Alliierten einen schleichenden Genozid in den Regionen der Welt, die man am liebsten bevölkerungsleer sähe, weil dort die letzten Ölreserven dieser Welt schlummern.

Da man kein Wahlvolk dieser Welt von der Notwendigkeit solcher Strategien überzeugen kann, hält man diese mit inszenierten Terroranschlägen in einer handlungsunfähigen Angststarre, um so seine verbrecherische Politik fortführen zu können. Für den neuen Dokumentarfilm „Kriegsversprechen“ hat NuoViso Filmproduktion viele Experten und Whistleblower zu Wort kommen lassen.

So zum Beispiel Christoph Hörstel, der 14 Jahre als Korrespondent in Afghanistan für die ARD tätig war und auch die Bundesregierung aussenpolitisch zu beraten versuchte.

Jürgen Elsässer saß als Sachverständiger im BND-Untersuchungsausschuss und erklärt eindringlich, dass bei allen Anschlägen und Anschlagsversuchen auf europäischen Boden seit Mitte der 90er Jahre die Geheimdienste eine tragende Rolle spielen.

Filmemacher Frieder Wagner gewann für seine Dokumentation „Todesstaub“ den europäischen Fernsehpreis. Dennoch bleibt dieser Film bis heute verschwunden. Grund hierfür dürfte der hochbrisante Inhalt sein, der das militärische Vorgehen der NATO eindeutig als Kriegsverbrechen entlarvt.

Annie Machon war bis 1996 als MI5 Agentin für den britischen Auslandsgeheimdienst tätig. Sie berichtet über die Standards bei sogenannten Operationen unter falscher Flagge wie etwa die Londonder U-Bahnanschläge.

David Ray Griffin reist als Theologe und Philosoph durch die Welt, um in Vorträgen die Notwendigkeit einer neuen und unabhängigen Untersuchung der Vorfälle des 11. Septembers zu erläutern. Elias Davidsson, jüdischstammiger Menschenrechtler, erläutert die Zusammenhänge amerikanisch-imperialistischer Aussenpolitik und dem Zionismus, der diese Strukturen zu steuern scheint.

uillietto Chiesa sitzt als Abgeordneter im EU-Parlament, doch scheint er wenig mit seinen Kollegen gemein zu haben, denn diese wissen seiner Aussage zufolge am allerwenigsten über die Vorgänge in der Welt Bescheid.

Ausserdem kommen noch der ehemalige Oberstleutnant Jochen Scholz wie auch Andreas von Bülow zu Wort, der im parlamentarischen Kontrollgremium zur Überwachung der Geheimdienste saß. Ebenfalls beeindruckend die Aussage des ehemaligen Admirals der US Streikräfte, Col. Albert Stubblebine, dass die offizielle Story über 9/11 komplett gelogen sei. Da die Massenmedien diese liegengebliebenen Themen und deren Hintergründe komplett aussparen, dürfte klar sein, dass die Produktion eines solchen Filmes nicht gefördert wird. Der Film, der kurz vor der Vollendung steht, wurde bislang komplett aus eigener Tasche finanziert. Für die Fertigstellung des Films sind wir jedoch auf weitere finanzielle Aufwendungen angewiesen. Bitte unterstützen Sie uns dabei mit einer Spende.

http://frank-hoefer.blogspot.com/2009/05/kriegsversprechen.html


9/11: Die offizielle Version ist eine Beleidigung für den gesunden Menschenverstand.

April 27, 2009

Wir sollen glauben, dass die physikalischen Gesetze am 11. September 2001 nicht mehr galten. Den Rest des Beitrags lesen »


Nein zum Krieg! – Nein zur NATO! (Aufruf von Attac)

April 2, 2009

Sie reden von „Sicherheit“ und „Humanität“, doch ihre Politik hat Krieg, Folter und globale Militarisierung zur Folge. Anfang April 2009 will die NATO in Strasbourg und Baden-Baden ihren 60. Geburtstag feiern. Sie beabsichtigt, ein neues strategisches Konzept zu verabschieden, das wie das bisherige der Aufrechterhaltung der ungerechten Weltwirtschaftsordnung dient und den ungehinderten Zugang zu den Rohstoff- und Energievorräten der Welt mit militärischer Gewalt zu sichern versucht. In Zeiten sich verknappender Rohstoffe, einer erstarkenden Weltmarktkonkurrenz durch China, Indien und Russland sowie des steigenden Selbstbewusstsein in Regionen wie z.B. Lateinamerika wächst die Bedeutung dieser Strategie. Die NATO schließt dabei weder Präventivkriege noch den Ersteinsatz von Atomwaffen aus. In der Bundesrepublik lagern US-Atomwaffen im rheinland-pfälzischen Büchel.

Die NATO-Staaten verantworten rund 75% der weltweiten Rüstungsexporte und geben jährlich ca. 900 Mrd. Euro für Rüstung aus. Lediglich 10 Prozent davon würden ausreichen, um die Armut auf der Welt zu halbieren. Das würde in der Tat mehr “Sicherheit“ und „Humanität“ bedeuten. Bewusst werden diese immensen Rüstungsausgaben in immer neue Waffensysteme und Rüstung gesteckt, um die Vorherrschaft in der Welt zu sichern.

Der völkerrechtswidrige NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien, die nun erfolgte staatliche Anerkennung des Kosovo und die NATO-Ost-Erweiterung führten und führen zu globalen Spannungen und zur Destabilisierung in Europa. Russland, das sich von der sich immer näher an seine Grenzen vorschiebenden Allianz zunehmend bedroht fühlt, folgt mit seiner Politik in Georgien der fatalen NATO-Logik. Diese Konfrontationslogik droht erneut in einen Kalten Krieg zwischen Russland sowie China und dem Westen zu führen. Die Militarisierung der Europäischen Union ist keine Alternative zur NATO, sondern ebenfalls ein gefährlicher Irrweg.

NATO-Staaten, allen voran die USA, führen weiterhin Krieg im Irak. Deutschland ist mit der US-Airbase in Ramstein die logistische Drehscheibe des Einsatzes. Die weltweiten Kriege, die Folgen des Klimawandels und eine zunehmende Verarmung führen zu immer größeren Flüchtlingsströmen. Die Antwort der NATO-Staaten und der EU ist eine Abschottungspolitik, die den Tod vieler Flüchtlinge, darunter auch Deserteure, in Kauf nimmt. Im Inneren wird diese Politik flankiert durch die Verabschiedung diskriminierender AusländerInnengesetze und Abschiebungen. Flucht und Emigration sind Folgen von Krieg, Besatzung, Elend, Hunger, Folter, Umweltzerstörung. Diese Ursachen müssen bekämpft werden, nicht deren Opfer.

In Afghanistan geht die Allianz immer aggressiver und rücksichtsloser vor. Hier zeigt sich auch immer deutlicher, was Besatzungstruppen bewirken: Sie brutalisieren die Gesellschaft, schaffen mehr Elend und mehr Bombentote. Es ist davon auszugehen, dass auch unter dem neuen US-Präsidenten der Druck auf Deutschland erhöht wird, noch mehr Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Im Namen der Sicherheit und des „Krieges gegen den Terror“ werden immer mehr Soldaten zu Opfern, viele kehren traumatisiert zurück.

Der „Krieg gegen den Terror“ wird aber nicht nur in Afghanistan geführt, sondern auch zu Hause. Kriege in aller Welt gehen mit einem ständigen Demokratieabbau im Inneren und einer fortschreitenden Aushöhlung des Grundgesetzes einher. Mit sogenannten „Sicherheitsgesetzen“ werden Grundrechte ausgehebelt und Vorratsdatenspeicherung, Ausspionieren privater PCs und eine allgegenwärtige Überwachung „legalisiert“.

Grundgesetzwidrige Einsätze der Bundeswehr im Inneren wie beim G8-Gipfel in Heiligendamm sollen zur Normalität werden. Gleichzeitig wird die zivil-militärische Zusammenarbeit im Inland verstärkt. Die Bundeswehr versucht sich allen zivilen Bereichen der Gesellschaft, Institutionen, Organisationen und Vereine aufzudrängen und militärisches Denken zu verankern. Öffentliche Gelöbnisse, Militärkonzerte, Rekrutierungsversuche in den Arbeitsämtern, Schulbesuche und Zusammenarbeit mit Vereinen und Kommunen sollen das Kriegshandwerk wieder als Normalität erscheinen lassen.

Wir können und dürfen die Augen vor den verheerenden Folgen dieser Politik nicht verschließen. Sie steht für die Enttabuisierung des Militärischen in unserer Gesellschaft. Sie steht für Krieg, Verschleuderung von Ressourcen, Sozialabbau und steigende Rüstungsetats. Sie steht für eine aggressive Ideologie der Feindbilder und eine Einschränkung von Freiheitsrechten.

Weltweit lehnt die Mehrheit der Menschen Kriege ab. Das Ende der NATO, ein Abzug der NATO-Truppen aus Afghanistan und anderen Regionen und eine Abkehr von der Militarisierung Europas wären Schritte zu einer friedlichen Welt.

Die NATO will genau das Gegenteil.

Daher rufen wir zu gemeinsamen, bunten und vielfältigen Aktivitäten gegen den NATO-Gipfel in Strasbourg und Baden-Baden auf. Mit Demonstrationen, Konferenzen, Camps, Protesten und Aktionen des zivilen Ungehorsams – wie Umzingelungen, Blockaden usw. – wollen wir ein Zeichen gegen die menschenfeindliche Politik der NATO setzen.

Eine Welt ohne NATO ist nötig!

http://www.attac.de/aktuell/nato/startseite/aufruf-nein-zur-nato/

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Wojna zum Iran

Januar 30, 2009

Nicht mehr das neueste Video, so präsentiert es doch immer noch hervorragend die Geschichte der Beziehungen der USA zum Iran/k im Stile der „Sendung mit der Maus“.

http://de.youtube.com/watch?v=UlpiosYWZqQ


Ist Brzezinski Obamas Berater oder nicht?

Januar 24, 2009

Ein Artikel von Knut Mellenthin vom 21. Januar 09 hat den Titel „Brzezinski : Der Mann, von dem sich Barack Obama nicht beraten lässt“ (http://www.hintergrund.de/content/view/347/63/).

Hauke Ritz bezeichnete ihn als führenden außenpolitischen Berater von Obama (http://www.hintergrund.de/content/view/235/63/)
Weitere Artikel, die Brzezinski als Berater von Obama nennen:
http://www.observer.com/2008/brzezinski-power-shouldnt-have-resigned
http://www.welt.de/politik/article2296378/Russlands-Vorgehen-aehnelt-dem-von-Hitler.html
http://news.yahoo.com/s/politico/20081126/pl_politico/15674

Knut Mellenthin zitiert Obama aus einem Interview in The Sun (http://www.nysun.com/national/in-cleveland-obama-speaks-on-jewish-issues/71813/):
„I know Brzezinski he’s not one of my key advisors. I’ve had lunch with him once, I’ve exchanged emails with him maybe 3 times.“
Hier sagt Obama nur, dass er kein „key advisor“ sei (zumindest offiziell).

„Würde sich Obama als Präsident plötzlich und überraschend an Brzezinskis Vorschlägen orientieren … geriete er unvermeidlich in einen Riesenstreit mit der Israel-Lobby …“ heißt es bei Knut Mellenthin.

So oder so: Brzezinski ist ein intelligenter Geostratege (der alles andere als dafür bekannt ist, dass ihm Menschenleben wichtig sind. Aber wo spielen diese in der Geschichte der US Außenpolitik eine andere als taktische Rolle?)
Warum sollte Obama darauf verzichten seine Meinung einzuholen? Es hieße ja nicht, dass Obama jeden seiner Ratschläge befolgt.
Und: ob die US-Außenpolitik ohne einen Berater Brzezinski plötzlich friedlich würde? Das bezweifle ich sehr.

Oder war es unter G.W. Bush (der von Brzezinski stark kritisiert wurde) so friedlich?


Daniel Barenboim über den Krieg in Gaza: Unnütz vergossenes Blut

Januar 13, 2009

Daniel Barenboim im Interview zum Krieg in Gaza

Israel weiß, dass es sich eine militärische Niederlage nicht leisten kann, wenn es nicht von der Landkarte verschwinden will. Es müsste aber auch gelernt haben, dass jeder Sieg nur noch größere Probleme mit sich gebracht hat. Ist es überhaupt denkbar, die Hamas zu zerstören? Wenn das nicht der Fall ist, wäre jede militärische Handlung grundsätzlich kriminell. Sollte es möglich sein, muss man sich überlegen, was danach passieren würde. Werden anderthalb Millionen Palästinenser über Nacht auf dem Boden knien und „Amen“ rufen? Wohl kaum! Stattdessen wird sich eine neue, noch radikalere Bewegung gründen. Die Logik verbietet also jede weitere Kriegshandlung. Auch die Hamas muss sich fragen, was die Raketenangriffe auf Israel bewirken. Sie sind Protest gegen die Besetzung und sorgen für psychologischen Terror. Aber wohin soll er führen? Zu Verhandlungen? Natürlich nicht! Die Hamas muss einsehen, dass sie mit Israels Militärmacht nicht konkurrieren kann. Derzeit spielen beide Parteien Poker. Und jede Seite hat das gleiche As in der Hand: die Anerkennung der anderen Nation. Es wird langfristig kein Weg daran vorbeiführen, diese Karte offenzulegen.

(Ganzes Interview unter faz.net)

Daniel Barenboim ist ein international renommierter, jüdischer Pianist und  Dirigent, der sich mutig und unbequem für eine Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern einsetzt. U. a. gründete er 1999 das West-Eastern Divan Orchestra, ein jüdisch-arabisches Symphonieorchester.

http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Barenboim

http://de.wikipedia.org/wiki/West-Eastern_Divan_Orchestra


A People’s History of American Empire by Howard Zinn

Januar 11, 2009

Watch „Empire or Humanity? What the Classroom Didn’t Teach Me about the American Empire,“ an animated video, based on Howard Zinn’s new cartoon book, A People’s History of American Empire, with voiceover by Viggo Mortensen, adapted from a Zinn essay posted at Tomdispatch.com. (To read the unabridged essay „Empire or Humanity?“ go to Tomdispatch.com.)

http://www.tomdispatch.com/p/zinn

http://www.howardzinn.org/


Falklands? Da war doch noch was..

Dezember 18, 2008

Manche kennen ihn gar nicht, für viele war er nur ein kleines britisches Abenteuer: der Falkland-Krieg von 1982. Für Margaret Thatcher war er ein Grund stolz zu sein „to be British“. Doch selbst dieser kleine Miniaturkrieg zeigt das Entsetzliche und Menschenverachtende des Krieges – egal wie Politiker ihn rechtfertigen oder hochloben.

Die sehenswerte ARTE-Reportage über den Falkland-Krieg im Jahre 1982 ist eine fesselnde Dokumentation dieses Krieges, die einem eindringlich veranschaulicht:  Wenn selbst ein so begrenzter Krieg solche dramatischen Folgen für die Beteiligten mit sich bringt, braucht es wenig Fantasie die Schreckens-Szenarien der derzeitigen großen Kriege im Irak, Afghanistan oder Kongo zu erahnen.

Wie resummiert einer der beteiligten Soldaten am Ende des Films:

„Ich erinnere mich nicht an so etwas wie einen besten Moment. Die ganze Angelegenheit ist eine einzige Tragödie. Krieg ist ein niederträchtiges, schmutziges und erbärmliches Geschäft. Wir sollten niemals zulassen, dass wir in den Krieg ziehen müssen.“

Für die Zivilistin Margeret Thatcher, dagegen, ein Grund stolz zu sein, wie sie in ihrer Rede betont:

„Wir, das britische Volk, sind stolz auf das Erreichte. Stolz auf diese heroischen Seiten in der Chronik unserer Insel. Stolz darauf heute hier zu sein und unsere Truppen zu ehren. Stolz darauf, Briten zu sein.“

http://video.google.de/videoplay?docid=-8930528202566616479

Auf alle Fälle bietet diese Reportage eine guten Einstieg sich mit dieser Episode der Zeitgeschichte etwas näher zu beschäftigen.


Henry Kissinger – Geheimnisse einer Supermacht

Dezember 14, 2008

Arte Film (18.10.2008)
siehe auch TV-Tip: “Henry Kissinger – Geheimnisse einer Supermacht”

Teil 1/9

http://www.youtube.com/watch?v=mtjHJPrggxs

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TV-Tip: „Henry Kissinger – Geheimnisse einer Supermacht“

Oktober 15, 2008

[Nachtrag vom 14.12.08: siehe auch http://thegrandchessboard.wordpress.com/2008/12/14/henry-kissinger-geheimnisse-einer-supermacht/]

Die eben auf Arte gezeigte Dokumentation wird am 18.10.2008 um 14:00 und am 21.10.2008 um 09:55 wiederholt.
Henry Kissinger hat 1973 den Friedensnobelpreis erhalten und ist einziger noch lebender Ehrenbürger seiner Heimatstadt Fürth (seit 1998).
Die Dokumentation läßt Kissinger und etliche seiner Weggefährten und Zeitgenossen zu Wort kommen. Zurück bleibt ein Bild eines genialen Geopolitikers, dem Begriffe wie Menschenrechte fremd sind und der etliche Menschenleben auf dem Gewissen hat. Den Rest des Beitrags lesen »


02.10.2008 – Uni Zürich – Vortrag von Daniele Ganser: „Peak Oil: Erdöl im Spannungsfeld von Krieg und Frieden.“

Oktober 1, 2008

Ort: Universität Zürich, Hauptgebäude, Rämistrasse 71, Hörsaal KO2-F-180
Zeit: 18:15 Uhr
Dauer: 90 Min.
Veranstalter: ETH Zürich
Eintritt: Gratis
Bemerkungen: Die Vorlesung findet im Rahmen der Ringvorlesung KIV „Energie“ der ETH Zürich statt. Auch für Laien geeignet. Öffentlich.
Sprache: Deutsch
http://danieleganser.ch/assets/files/Inhalte/Vortraege/Oeffentliche_Vortraege/ETH_Vortrag_Ganser.pdf


Der 11. September: 1906 – 1973 – 2001

September 11, 2008

1906: Entstehung von Satyagraha, dem „Festhalten an der Wahrheit“, eng verknüpft mit aktivem gewaltlosen Widerstand, Zivilem Ungehorsam und auch Nicht-Kooperation

1973: Militärputsch in Chile bei dem u.a. der Präsident Salvador Allende ermordet wird; vermutlich unter nicht unerheblicher Mitwirkung der US Regierung

2001: Die Luftabwehr der größten Militärmacht der Welt versagt völllig, so dass durch Terroranschläge ca. 3000 Menschen umkommen und in der Folge der sog. „Krieg gegen den Terror“ beginnt

Natürlich sind an den 11. Septembers noch viele weitere Ereignisse passiert. Z.B. – um noch ein positives Hinzuzufügen – 1962 die Aufnahme der ersten Beatles Single Love Me Do / P.S. I Love You.

1973 und 2001 und (Staats) Terrorismus

Klaus Huhn stellt in dem Artikel „Das Ende der Freiheit“, der sich mit dem Militärputsch in Chile befaßt, diesen den Terroranschlägen von New York gegenüber:

Der gravierende Unterschied besteht darin, daß es sich in New York um den Mordanschlag einer fanatischen Terrororbande handelte (wenn man die offizielle Lesart der Ereignisse akzeptiert, was bei allen bislang aufgetauchten offenen Fragen und Widersprüchen schwerfällt), während es sich in Chile um einen unverdeckten Akt des von den USA initiierten Staatsterrorismus handelte.

http://www.jungewelt.de/2008/09-11/013.php
Wenn man seine in Klammer gefasste Äußerung betrachtet, so könnte der Unterschied doch geringer sein, als er auf den ersten Blick anmutet.

Für beide Ereignisse empfiehlt es sich die geopolitischen Interessen der US Regierungen näher zu betrachten. ….
[Auch interesannt: Bei beiden taucht Henry Kissinger auf (er sollte die 9/11 Kommission leiten, trat aufgrund massiver Proteste davon zurück; siehe den Film 9/11 Press for Truth )]

1906 und 2001 und das Festhalten an der Wahrheit: Satyagraha

Gita Dharampal Frick hat am 15. September 2006 in der Indischen Botschaft den Vortrag „Der andere 11. September: 100 Jahre Satyagraha“ gehalten:

… In gewisser Weise lässt also gerade die historische Koinzidenz dieser beiden diametral entgegengesetzten 11. September die Dringlichkeit hervortreten, die scheinbar erloschene Macht der Gewaltlosigkeit wieder zu beleben und so womöglich einen Paradigmenwechsel auf der zeitgenössischen politischen Tagesordnung herbeizuführen. Als Historikerin mit einem Sinn für ethische Maßstäbe und Verantwortlichkeiten möchte ich betonen, dass sehr viel darauf ankommt, welche Ereignisse wir auswählen und in ihrer geschichtlichen Bedeutsamkeit herausstellen und welche anderen Begebenheiten wir zu ignorieren oder doch für weniger bedeutend zu halten beschließen. Denn indem wir unsere Geschichte, die Geschichte unserer Gesellschaften und Kulturen. in dieser oder jener Weise erzählen, tragen wir zugleich zur kollektiven Bewusstseinsbildung bei und beeinflussen damit in ganz wesentlichem Grad das Weltverständnis und die Handlungsweisen von Individuen und Kollektiven in Gegenwart und Zukunft. …

http://www.gandhiserve.org/activities_d/events/2006/dharampal_frick.html

als Video: http://video.google.de/videoplay?docid=-6430209543101419503

In der Jungen Welt ist heute der Artikel: „Gegenöffentlichkeit. Die Attacken von New York und Washington jähren sich heute zum siebten Mal. Die Skepsis gegenüber der offiziellen Version dazu ist größer geworden“ von Marcus Klöckner erschienen.

Die v.a. in den USA aktive Bewegung, die eine Internationale Untersuchung der Terroranschläge vom 11. September 2001 fordert, nennt sich 9/11 Truth Movement.
Es gibt inzwischen 2 Dokumentationen über diese Bewegung:
The 911 Chronicles – Truth Rising
No Smoke Without Fire. The Elephant in the Room

Die 9/11 Truth Bewegung verwendet den Begriff der Wahrheit (Truth). Auch Mahatma Gandhi hat den Begriff der Wahrheit im von ihm geschaffenen Wort Satyagraha – dem Festhalten an der Wahrheit – verwendet.

Das Hinterfragen der offiziellen Version zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ist Teil des heutigen Satyagraha. Sam Lwin spricht von unserem Satyagraha (siehe unten).

Fragen zur Diskussion in der Bewegung:
Welche Bedeutung hat Satyagraha für das 9/11 Truth Movement? Und in welcher Form können die Prinzipien von Satyagraha integriert werden?

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Krieg in Georgien / Südossetien – Ausblick auf die Medien-Front

September 3, 2008

Die wohl interessanteste Facette des Krieges in Georgien und Süd-Ossetien ist wohl die Rolle der Medien. Dabei soll hier weniger auf die Frage eingegangen werden, welcher Seite mehr Sympathien zufliegen, als vielmehr inwieweit unsere Medien der Aufgabe nachkommen uns möglichst objektiv über die Geschehnisse zu berichten.

Spätestestens nach dem Irak-Krieg dürfte wohl unbestritten sein, dass die „freie“ Presse sich sehr gut in propagandistischer Weise instrumentalisieren lässt. Die Einstellung der Regierung Bush/Cheney zur Wahrheit wurde bereits derart dokumentiert, dass ihr 935 Fälle von Öffentlichkeits-Belügung allein zum Irak-Krieg nachgewiesen werden konnten. Dies allein sollte uns schon sehr wachsam machen und eine Verwicklung der USA in den Krieg nicht allein aufgrund US-ameriakanischer Regierungs-Aussagen ausschließen.

Im aktuellen Konflikt in Georgien fällt in erster Linie auf, dass der ursprüngliche Angriff Georgiens auf Süd-Ossetien in der Berichterstattung immer mehr in den Hintergrund gerät, ja teilweise sogar gänzlich außer Acht gelassen wird. Somit entsteht eine Verzerrung des Bildes mit der Folge, dass lediglich die Reaktionen Russlands auf den Angriff Georgiens diskuttiert werden, der massive Angriff unter Einsatz von Raketenwerfern auf eine Stadt mit ca. 1500 bis 2000 Opfern, den man durchaus als Kriegsverbrechen bezeichnen darf, aber aus dem Fokus der Öffentlichkeit gerät.

Ein bemerkenswertes Indiz hierfür ist etwa das Interview zwischen Thomas Roth (ARD) mit dem russischen Ministerpräsidenten Putin vom 29. August 2008 in der ARD. Die ARD sendete einen 10-minütigen Ausschnitt des Interviews als Sondersendung . Interessant dabei ist die Auswahl der Passagen bzw. was weggelassen wurde.

Nach zahlreichen Protesten im Forum von Tagesschau.de und Berichten in vielen Blogs im Internet hat die ARD mittlerweile die Vollversion des Interviews in Text und Bild im Internet veröffentlicht. Die Ausstrahlung des ungekürzten Interviews erfolgte dann erst am 2. September 2008 im 3. Programm des WDR zur besten Sendezeit um 6:20(!!!).

Hier aber zunächst die Gegenüberstellung der verkürzten Version mit dem vollständigen Interview:

Vollständiges Interview mit Kennzeichnung ausgelassenen Passagen
(die ausgeschnittenen Passagen des 10-Minuten-Extrakts sind kursiv markiert!)


10-Minuten-Ausschnitt (in ARD-Sondersendung nach der Tagesschau)

Die gesendete Kurzfassung als Text. Kurzbericht in(!) der Tagesschau als Video (ab 3:00 Minuten)

Vollständiges Interview

Nach zahlreichen Protesten im Forum von Tagesschau.de und Berichten in vielen Blogs im Internet hat die ARD mittlerweile die Vollversion des Interviews in Text und als Video im Internet veröffentlicht und am 2. September im WDR um 6:20(!!) zur besten Sendezeit gesendet. Hier eine Stellungnahme von Thomas Roth zum Interview: http://www.tagesschau.de/ausland/roth100.html

Zu erwähnen ist noch, dass es sich hier nicht um einen Einzelfall von Zensur handelt. Hier noch ein interessantes Beispiel bei der BBC in einem Interview mit Benazir Bhutto, in dem Bhutto den Mann namens Omar Sheik erwähnt, der Osama Bin Laden umgebracht haben soll (Kostprobe hier).

Hier noch ein Beispiel für den vorauseilenden Gehorsam der Video-Bearbeiter der BBC:Nelson Mandela über den Irak-Krieg

Weitere Stellungnahmen

http://putin-ard.blogspot.com/

http://www.southossetiaconflict.org/ (vieles mehr zum Thema auf Englisch)

http://0815-info.de/News-file-article-sid-10370.html

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/392/das-interview


Georgische Opposition beschuldigt georgische Regierung

August 22, 2008

Das Georgische Friedenskomitee, dass eng mit dem deutschen Friedensrat zusammenarbeitet, erhebt in einer Stellungnahme schwere Vorwürfe gegen die georgische Regierung unter Mikheil Saakashvili.

Erklärung des Georgischen Friedenskomitees in Tbilissi zum Krieg im Kaukasus:

Erneut wurde Georgien in ein blutiges Chaos gestürzt und ist Schauplatz eines Bruderkrieges! Zu unserem großen Bedauern wurden Warnungen des Georgischen Friedenskomitees und fortschrittlicher Menschen in Geor­gien vor der unheilvollen Militarisierung des Landes und vor den Gefahren einer nationalistischen und faschistoiden Politik nicht gehört.
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