Ist Brzezinski Obamas Berater oder nicht?

Ein Artikel von Knut Mellenthin vom 21. Januar 09 hat den Titel „Brzezinski : Der Mann, von dem sich Barack Obama nicht beraten lässt“ (http://www.hintergrund.de/content/view/347/63/).

Hauke Ritz bezeichnete ihn als führenden außenpolitischen Berater von Obama (http://www.hintergrund.de/content/view/235/63/)
Weitere Artikel, die Brzezinski als Berater von Obama nennen:
http://www.observer.com/2008/brzezinski-power-shouldnt-have-resigned
http://www.welt.de/politik/article2296378/Russlands-Vorgehen-aehnelt-dem-von-Hitler.html
http://news.yahoo.com/s/politico/20081126/pl_politico/15674

Knut Mellenthin zitiert Obama aus einem Interview in The Sun (http://www.nysun.com/national/in-cleveland-obama-speaks-on-jewish-issues/71813/):
„I know Brzezinski he’s not one of my key advisors. I’ve had lunch with him once, I’ve exchanged emails with him maybe 3 times.“
Hier sagt Obama nur, dass er kein „key advisor“ sei (zumindest offiziell).

„Würde sich Obama als Präsident plötzlich und überraschend an Brzezinskis Vorschlägen orientieren … geriete er unvermeidlich in einen Riesenstreit mit der Israel-Lobby …“ heißt es bei Knut Mellenthin.

So oder so: Brzezinski ist ein intelligenter Geostratege (der alles andere als dafür bekannt ist, dass ihm Menschenleben wichtig sind. Aber wo spielen diese in der Geschichte der US Außenpolitik eine andere als taktische Rolle?)
Warum sollte Obama darauf verzichten seine Meinung einzuholen? Es hieße ja nicht, dass Obama jeden seiner Ratschläge befolgt.
Und: ob die US-Außenpolitik ohne einen Berater Brzezinski plötzlich friedlich würde? Das bezweifle ich sehr.

Oder war es unter G.W. Bush (der von Brzezinski stark kritisiert wurde) so friedlich?

Eine Antwort zu „Ist Brzezinski Obamas Berater oder nicht?“

  1. grilleau sagt:

    Brzezinski: Aufstellung von US-Raketenschild hängt von Verhalten Moskaus ab

    WARSCHAU, 26. Januar (RIA Novosti). Die Aufstellung des US-Raketenschildes in Polen hängt laut dem amerikanischen Chefstrategen Zbigniew Brzezinski vom Verhalten des Kreml ab.

    „Der Kongress ist skeptisch in dieser Frage. Ich weiß nicht, ob er unter den Bedingungen der Finanzkrise dieses aufwendige Projekt finanziert“, sagte Brzezinski, einst Jimmy Carters Sicherheitsberater, am Montag in einem Interview für den polnischen Rundfunk.

    Nach seinen Worten werden die USA sehr wahrscheinlich die Finanzierung beschneiden und das Projekt auf Eis legen. „Wenn Moskau aber weiter mit dem Säbel rasselt, dann wird das die Umsetzung des ABM-Abkommens beschleunigen“, sagte Brzezinski. Wenn die Russen jedoch ausgewogener vorgingen, wäre eine rationale Lösung nicht ausgeschlossen.

    Die USA wollen eine Radaranlage in Tschechien und zehn Abfangraketen in Polen stationieren, um sich angeblich vor einem Raketenüberfall aus Iran zu schützen. Der Radar soll im polnischen Redzikowo stationiert werden und das russische Territorium bis zum Ural-Gebirge abtasten können.

    Russland sieht den Raketenschild gegen sich gerichtet und droht, in seiner westlichen Ostsee-Exklave Kaliningrad Kurzstreckenraketen aufzustellen, um das amerikanische Abwehrsystem im Kriegsfall neutralisieren zu können.

    Im Streit um die Raketenabwehr hatte Russland 2007 den USA eine gemeinsame Nutzung der Radaranlage Gabala in Aserbaidschan (Südkaukasus) vorgeschlagen, mit der das iranische Gebiet besser abgetastet werden könne. Im Gegenzug sollen die USA auf die Aufstellung der Raketenabwehr in Europa verzichten. Die Bush-Regierung lehnte dies ab.

    Quelle:
    http://www.de.rian.ru/world/20090126/119801523.html

    Lieben Gruß
    Grilleau

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